Superfood aus dem Wald oder Garten

Die Bärlauchzeit ist längst vorbei, aber das Bild gefällt mir. Es erinnert mich an diese ersten warmen Märztage, an denen der Knoblauchduft den Wald erfüllte. Kenner sehen natürlich sofort, dass es sich hier nicht um den üblichen Bärlauch handelt, sondern um den in Berlin typischen Wunderlauch (Allium paradoxum). Ich kann versichern, dass er auch schmeckt!

Im Augenblick könnte man natürlich auch ganz viele Pflanzen ernten, zum Beispiel Thymian vom Balkon (ok, einfach zu finden) oder Schafgarbe von den Wegrändern. Oder Weißer Gänsefuß! Die Pflanze soll weit verbreitet sein und ähnlich gut wie Spinat oder Quinoa schmecken. Wer sich zutraut, das richtige Kraut zu ernten, wird in dem Buch „Superfood heimische Wildpflanzen – Power aus Garten, Wald und Wiese“ mit Rezepten belohnt. Es handelt sich allerdings nicht um ein richtiges Pflanzenbestimmungsbuch, sondern „nur“ um eine Vorstellung von 28 Pflanzen samt Rezepten.

Beispiele gefällig? Nun, die Quetschkartoffeln vom Blech mit Schafgarben-Aioli klingen schon mal nicht schlecht. Der Frühlingswaldsalat aus jungen Baumblättern und Fichtentriebspitzen wäre ganz bestimmt etwas Besonderes. Der vegetarische Nussbraten hört sich hervorragend an. Und erst die magische Hühnersuppe mit Holunderschwamm (gemeint ist der Pilz Auricularia auricula judae, auch Judasohr genannt)!

Dazu kommen einige Blitzrezepte: Pestos, Kräutersalze, Gnocchi und ein veganes Blitzdessert, das in erster Linie aus Kartoffeln, Nüssen und Früchtemus besteht.

Ein liebevoll gemachtes Buch, das aber weder so ein richtiges Kochbuch noch ein vollwertiges Pflanzenbestimmungsbuch sein will.

Auschra

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