Schmerztherapie ohne Medikamente: Matrixtherapie

Den Begriff ‚Matrixtherapie’ finde ich irgendwie unglücklich gewählt. Für mich hört es sich an wie eine Therapie, die aus einer Mischung von Mathematik und Raumfahrt besteht. Abschreckend! Wer weiß denn überhaupt, was mit Matrix gemeint ist? Ich wusste es nicht, als ich die Matrixtherapie kennengelernt habe. Dazu muss man zuerst etwas mehr über die Lymphe wissen. Ich hole also mal kurz aus. (Wem das zu langweilig ist, hier könnt ihr den Artikel zur Matrixtherapie nachlesen).

Das Lymphgefäßsystem ist kein Kreislaufsystem wie der Blutkreislauf. Es ist eher eine Art Halbkreis-System: ein Fluss, der aus einer Quelle entspringt und im Meer endet. Das Lymphsystem entspringt im Bindegewebe, das auch als Matrix bezeichnet wird. Es hat aber nicht nur eine Quelle, sondern alle Körperzwischenräume sind Quelle: der Bereich zwischen den Organen, zwischen der Haut und der Muskulatur, zwischen großen Muskelbündeln oder um Organe, Gefäße und Nerven herum. Hier, in der extrazellulären Matrix, baden die Zellen sozusagen in der Lymphflüssigkeit.

Normalerweise fließt der Lymphfluss fröhlich weiter, passiert Lymphknoten, die wie eine Art Filterstationen wirken und vereinigt sich mit anderen Lymphbahnen. Kurz vor dem Herzen mündet der Lymphstrom dann in das Venensystem, das Lymph-Meer sozusagen.

Lymphverschmutzung?

Wenn also alles fließt und sogar Lymphknoten wie Kläranlagen auf dem Weg liegen, wo ist dann das Problem? Nun: wie jeder Fluss nimmt der Lymphstrom mit, was man in ihn hineinwirft. Beschrieben werden immer wieder Zelltrümmer, Bakterien, Eiweißstoffe und andere Fremdkörper. Und wenn das Gefälle eines Flusses gering ist, dann fließt er langsamer und dümpelt nur noch vor sich hin.

Wodurch wird der Lymphfluss langsamer? Die Flüssigkeit in der extrazellulären Matrix wird angetrieben durch die Bewegung von der Muskulatur, die in Ruhe ständig rhythmische Mikrobewegungen von 8–12 Hz vollzieht. Durch die Kontraktionen der Muskelfasern entsteht eine schwingende oder vibrierende, aber unsichtbare „Bewegung“. Die Schwingungen wirken wie Pumpen, mit denen venöse und lymphatische Kapillare ausgedrückt werden und so einen Sog auf die Matrixflüssigkeit bewirken. Wenn diese schwingende Mikrozirkulation langfristig außer Takt gerät, dann entstehen Regulationsstörungen in der extrazellulären Matrix. Im Alter verschlechtert sich die Situation und mit der Zeit können immer mehr überflüssige Stoffe im Zellzwischenraum zurückbleiben, weil die Entsorgung nicht mehr so gut funktioniert. Eine Art Zwischenlager des Körpers für alles, was er nicht auszuscheiden schafft.

Chronische Schmerzen von der Lymphe?

Die Folgen sind ein gestörter Zellstoffwechsel sowie Stauungen und Reizungen, aus denen sich chronische Schmerzen, Ödeme und Entzündungen im Gewebe entwickeln können. Schmerzen, die zum Beispiel die Diagnose ‚chronische Nackenschmerzen‘ oder ‚Fibromyalgie‘ bekommen.

Und hier kommen wir endlich wieder zurück zur Matrixtherapie. In diesem Artikel habe ich zwei Experten die Matrixtherapie erklären lassen. Erschienen ist er im Naturheilkunde-Journal.

Wer noch mehr über Schmerztherapie ohne Medikamente lesen möchte, dem kann ich noch folgende Angebote machen: Kohlwickel gegen Knieschmerzen, Fußschule gegen Fußschmerzen, mit TCM gegen Polyneuropathie, Qigong gegen Skoliose oder Thai-Massage gegen chronische Kopfschmerzen zum Beispiel.

 

 

Auschra

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