Eine Zahnzusatzversicherung für Menschen mit Zahnarztangst?

Wer Angst vor Zahnbehandlungen hat, geht nicht hin. Vielleicht hast du dich schon jahrelang nicht mehr zum Zahnarzt getraut. Zur Angst vor Schmerzen und Spritze kommt mit der Zeit leider auch noch die Sorge hinzu, wie hoch die Kosten sein werden, die da auf dich zukommen. Macht es in dieser Situation Sinn, noch schnell eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen, bevor man einen Termin beim Zahnarzt macht? Gute Infos dazu finde ich hier.

Die Waizmanntabelle hilft weiter

Die Seite heißt so, weil hier der Hans Waizmann eine Tabelle aller Zahnzusatzversicherungen ins Netz gestellt hat. Das erspart jedem, der nach einer individuell passenden Versicherung sucht, sehr viel Arbeit. Von Zahnärzten höre ich, dass die Tabelle ausgesprochen sorgfältig und verlässlich ist.

Herr Waizmann hat sie übrigens nicht erstellt, weil er Langeweile hatte, sondern weil er Versicherungsmakler ist. Das heißt: Wenn man über dieses Portal einen Vertrag abschließt, verdient daran auch Herr Waizmann. Gut so, finde ich, das soll er gerne – ganz vielen Dank für diese hilfreiche Seite!

Und: nein, ich habe für diesen Text kein Geld bekommen! 😙

Was würde eine Versicherung für mich kosten?

Du öffnest also die Waizmann-Seite

und klickst vermutlich bei Zahnzusatzversicherung für Erwachsene.

 

 

 

 

 

Jetzt öffnet sich ein Fragebogen.

Mit den Daten, die hier einträgst, wird nach Zahnzusatzversicherungen gesucht. Du kannst hier also ganz konkret durchspielen, was eine Zahnzusatzversicherung für dich kostet. Nicht überraschend: Je mehr Zähne fehlen und je älter der Antragsteller ist, desto teurer wird die Sache.

Wichtig ist die Frage, ob aktuell eine Zahnbehandlung läuft oder angeraten ist. Wenn man hier mit Ja antwortet, kann man die meisten Versicherungstarife nicht mehr abschließen. Oder nur bei einem Anbieter, der genau diese aktuellen Kosten ausschließt – Stichwort Gesundheitsfrage.

 

Wenn man die Fragen am Bildschirm beantwortet hat, erhält man eine Liste mit Preisen und Leistungen der in Frage kommenden Versicherungen. Keine Sorge, bisher hat man nur gespielt und nichts gekauft!

Auf der Liste lohnt sich ein Blick auf die Einzelheiten. Zum Beispiel wird gezeigt, wie viel die Versicherung erstattet. Die Prozentangabe zeigt deutlich, dass auch mit Zusatzversicherung keine 100%ige Übernahme der Zahnarztkosten drin sind.

Auch die Anzahl von Hightech-Leistungen, die von der Versicherung gezahlt werden, kann für Angstpatienten sehr wichtig sein. Hierher gehören zum Beispiel Vollnarkose, Akupunktur oder Lachgas. Ob man Angstpatient ist oder nicht, muss man durch ein Facharzt-Attest nachweisen.

Ohne oder mit Gesundheitsfragen?

Die meisten Versicherungen stellen Gesundheitsfragen, das heißt: sie wollen wissen, was an deinem Gebiss bisher getan wurde und welche neuen Diagnosen da sind. Diese Fragen muss man natürlich wahrheitsgemäß beantworten. Auch wenn man ahnt, dass es mit jeder Antwort teurer wird oder die Versicherung keine Lust hat, so einen Menschen zu versichern.

Manche Versicherungen stellen aber keine Gesundheitsfragen. Sie schließen im Gegenzug allerdings alle vorhandenen Zahnlücken aus: Implantate und Brücken für die aktuell bestehenden Lücken werden also nicht übernommen. Und sie schließen Mängel aus, die vor Vertragsbeginn festgestellt wurden. Festgestellt, das bedeutet von einem Zahnarzt diagnostiziert und in die Patientenakte eingetragen. Es ist kein festgestellter Mangel, wenn man beim Blick in den Badezimmerspiegel denkt, dass da irgendwas irgendwie ungut aussieht. Als Patient kannst du natürlich keine Diagnose stellen und das verlangt auch keine Versicherung. Es kann also – vorsichtig ausgedrückt – manchmal ganz vernünftig sein, früh an eine Zusatzversicherung zu denken.

Was, wenn man falsche Angaben macht?

Bitte nicht, das ist nicht nur verboten, das könnte auch richtig schiefgehen!

Falls deine Versicherung bei der Antragstellung Gesundheitsfragen gestellt hat, hast du Antworten gegeben – und damit ist die Sache erst einmal erledigt. Aber im ersten richtigen Leistungsfall könnte die Versicherung eine so genannte „nachgelagerte Gesundheitsprüfung“ durchführen. Das bedeutet: Sie verschickt einen Rückfragebogen an den behandelnden Zahnarzt und prüft, ob du die Gesundheitsfragen damals bei der Antragstellung korrekt beantwortet hast.

Auch wenn keine Gesundheitsfragen gestellt wurden, kann die Versicherung so eine nachgelagerte Gesundheitsprüfung durchführen. Vielleicht hast du gerade ein Implantat einsetzen lassen und die Versicherung möchte wissen, ob die Zahnlücke, in der jetzt das Implantat sitzt, schon bei der Antragstellung bestand. Zur Erinnerung: die Versorgung aktueller Zahnlücken ist ja bei den Versicherungen ausgeschlossen, die keine Gesundheitsfragen stellen.

Wenn sich bei der nachgelagerten Gesundheitsprüfung herausstellt, dass deine Antworten nicht vollständig oder nicht richtig waren, dann hast du schlechte Karten. Die Versicherung nennt diesen Tatbestand eine Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht. Und das wäre übel: die Versicherung muss in dem Fall nämlich nicht zahlen, kann sogar bereits gezahltes Geld zurückfordern oder den Vertrag auflösen.

Auschra

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